Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kabarettisten Steimle wegen Aussagen über Merz und Merkel
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Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau hat Ermittlungen gegen den Kabarettisten Uwe Steimle eingeleitet.
Grund sind Aussagen über Bundeskanzler Friedrich Merz und Altkanzlerin Angela Merkel bei einer AfD-Veranstaltung. Die Behörde bestätigte ein Verfahren nach Paragraf 126 des Strafgesetzbuchs – Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Der Spiegel hatte zuerst berichtet.
Steimle hatte am Dienstagabend in Dessau-Roßlau auf einer Podiumsdiskussion mit AfD-Chef Tino Chrupalla und dem sachsen-anhaltischen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund die Bemerkungen zu den beiden CDU-Politikern gemacht.
Steimle: „Dann stellen wir sie an die Wand“
Über ein neues Porträtbild von Angela Merkel, das gerade im Bode-Museum in Berlin ausgestellt wird, sagte er, die ehemalige Kanzlerin habe sich für eine Darstellung im Stehen entschieden, „weil sie ahnt, sie wird bald sitzen“. Weiter führte er aus: „Im Moment hängt sie erst mal.“ Und: „Und wenn der Nagel bricht, dann stellen wir sie an die Wand. Also uns wird schon was einfallen.“
Über Friedrich Merz sagte Steimle: „Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?“ Claus Schenk Graf von Stauffenberg war der zentrale Kopf des militärischen Widerstands gegen Hitler und bekannt für das gescheiterte Attentat vom 20. Juli 1944.
Die Veranstaltung zum Thema „Frieden“ endete auf Initiative Steimles mit der DDR-Nationalhymne, bevor das Publikum mit der Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland abschloss.
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