Berliner ärgern sich über CO2-Abgaben auf Spritpreis: „Was hier gerade abgeht, ist pure Abzocke“.
Der Krieg im Iran hat die Spritpreise in Deutschland in die Höhe schnellen lassen. Während der Kanzler noch am Donnerstagnachmittag mitteilen ließ, der Bürger dürfe bezüglich einer Spritpreisbremse nicht mit „kurzfristigen Entscheidungen“ rechnen, wächst der Unmut bei den Bürgern. Eine Maßnahme, die daher aktuell diskutiert wird, ist die Streichung der CO2-Steuer auf Benzin und Diesel. NIUS hat sich an Berliner Tankstellen umgehört und gefragt, ob die Steuer aktuell gestrichen oder doch besser beibehalten werden sollte.
In Australien, Österreich, Irland oder Polen senkte man die Steuern auf Treibstoff bereits – nur in Deutschland machte die Regierung bisher nicht mit harten Maßnahmen gegen die hohen Spritpreise auf sich aufmerksam. Die Regelung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, nach der die Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen, hat sich bisher nicht positiv ausgewirkt – im Gegenteil. Zur Mittagszeit kletterten die Preise in die Höhe, günstiger wurde es danach nicht mehr. Mögliche Entlastung könnte daher eine Streichung der CO2-Steuer mit sich bringen. Was sagen die Berliner dazu?
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Ein Großteil der Befragten würde eine Streichung begrüßen und wünscht sich ein rasches Handeln der Politik, allen voran von Ministerin Reiche. Einer bezeichnet die Steuer als „pure Abzocke“, ein anderer wünscht sich, nach dem Vorbild anderer Staaten auch die Mineralölsteuer zu senken. Mitleid gibt es von den Befragten für Pendler und Unternehmer. In Zeiten, in denen die Straße von Hormus gesperrt sei, „sollte man sich mal was einfallen lassen, um die Bevölkerung nicht wochenlang auf diesen Preisen hocken zu lassen“, so die Meinung eines Bürgers.
Von Dauer sollten die Maßnahmen laut dem Großteil aber nicht sein. Der Umweltgedanke, der der CO2-Bepreisung ursprünglich einmal zugrunde lag, spielt für viele noch immer eine große Rolle in der Beurteilung einer möglichen Streichung.
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