Jeder zehnte junge Erwachsene in Deutschland hat weder Arbeit noch Ausbildungsplatz
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Jeder zehnte junge Mensch zwischen 20 und 24 Jahren geht in Deutschland weder einer Beschäftigung nach noch befindet er sich in Ausbildung oder Bildung. Damit ist der Anteil zuletzt gestiegen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt die sogenannte NEET-Quote derzeit bei 10,0 Prozent. Im Jahr 2022 waren es noch 8,8 Prozent. NEET steht für junge Menschen, die weder arbeiten noch eine Schule, Hochschule oder Ausbildung besuchen.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland unter dem EU-Durchschnitt von 12,9 Prozent. Deutlich niedriger fällt der Anteil jedoch etwa in den Niederlanden mit 5,6 Prozent sowie in Schweden und Tschechien aus. Den höchsten Wert verzeichnet Rumänien: Dort betrifft es 22,8 Prozent der 20- bis 24-Jährigen.
In Deutschland sind junge Frauen mit 10,5 Prozent etwas häufiger betroffen als junge Männer mit 9,6 Prozent. Auch zwischen Stadt und Land zeigen sich Unterschiede: In größeren Städten liegt die Quote bei 10,6 Prozent, in ländlichen Regionen dagegen bei 7,9 Prozent.
Laut dem nationalen Bildungsbericht von 2024 suchte etwa ein Viertel der Betroffenen nach Arbeit. Rund zehn Prozent standen kurz vor dem Beginn eines Studiums, einer Ausbildung oder eines Jobs. Fast zwei Drittel waren dem Arbeitsmarkt hingegen nicht verfügbar. Als Gründe wurden häufig Betreuungspflichten oder gesundheitliche Probleme genannt.
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