Ein Leben über Gebühr: ARD und ZDF dürfen keinen Cent MEHR bekommen als heute
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Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau. Diese neun Worte nach dem amtlichen Gong sind der Inbegriff an nachrichtlicher Seriosität. Gewesen.
Die Tagesschau selbst liefert regelmäßig Beweise, dass das einstige Flaggschiff des deutschen Nachrichtenjournalismus mittlerweile zu oft als rostiger Fischkutter mit Schlagseite nach links unterwegs ist.
Mein neues Lieblingsbeispiel geht so: Der Rundfunkbeitrag soll steigen – das empfiehlt die „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“, kurz „KEF“. 18,36 Euro zahlt gerade jeder Haushalt im Monat, die unabhängige Klingelbeutel-Kommission von ARD und ZDF empfiehlt jetzt, den Beitrag auf 18,94 Euro zu erhöhen.
Und wie berichtet die Tagesschau darüber? Sprecher Jens Riewa moderiert das Thema nüchtern an und leitet über zu einem Einspieler. Es folgt die berühmte Titelmelodie der Sendung mit der Maus, die genauso berühmten Augen aus dem Tatort und ein Blick hinter die Kulissen der Tagesschau. Ein ARD-Mann erklärt aus dem Off: „Für seine Produktionen braucht der öffentlich-rechtliche Rundfunk Geld. Künftig: Mehr Geld. Sagt die unabhängige Kommission KEF.“ Dann erklärt Martin Detzel, Chef der Klingelbeutel-Kommission: „Wirtschaftlich gesehen werden die Bürger in der Kaufkraft entlastet.“
Die Tagesschau lässt allen Ernstes in der Tagesschau verkünden: Wenn jeder Haushalt im Monat 0,58 Cent mehr bezahlt und das Budget der öffentlich-rechtlichen Medien auf mehr als 10 Milliarden Euro im Jahr wächst – dann ENTLASTET das die Bürger?! Wer soll das denn noch glauben? Glaubt denn irgendjemand beim NDR, der die Tagesschau produziert: Wenn jeder 58 Cent mehr zahlt, hat er am Ende mehr wirtschaftliche Kaufkraft? Hier ist die Szene:
Aufgeblasener Verwaltungsapparat mit Fernseh-Produktion
So viel zur Tagesschau im Speziellen. Jetzt zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Allgemeinen.
Der Kostenverbund von ARD, ZDF, Deutschlandradio, BR, HR, MDR, NDR, RBB, SR, Radio Bremen, SWR, WDR, FUNK, 3SAT, ARTE, KIKA und Phoenix ist wahrscheinlich der aufgeblasenste Verwaltungsapparat der Nation mit angeschlossener Fernseh- und Radio-Produktion und in jedem Fall die teuerste Aneinanderreihung von Großbuchstaben, die dieses Land je gesehen hat.
45.957.188 Millionen Haushalte in Deutschland („Beitragskonten“) zahlen jeden Monat Geld dafür, dass all diese Funkhäuser in Doppel- und Dreifach-Strukturen aus dem letzten Jahrtausend leben und arbeiten.
Achten Sie mal darauf, wenn ein deutscher Politiker im Ausland unterwegs ist und Fotos oder Statements gezeigt werden – folgende Blaupause lässt sich auf jeden erdenklichen Minister-Ausflug nach New York, Mogadischu und Brüssel anwenden: Fünf sichtbare Mikrofone, vier davon werden vom Gebührenzahler finanziert: Deutsche Welle, ZDF und gleich zwei Mal irgendeine ARD-Anstalt, weil natürlich Hauptstadtstudio aus Berlin UND der lokale Auslandskorrespondent mit von der Partie sind. Dazu mischt sich dann noch irgendein privater Sender. Warum müssen wir vier Teams für einen Politiker-Termin bezahlen? Hinter den Mikrofonen stecken übrigens in der Regel ein Reporter, ein Kameramann und ein Tonmann.

Öffentlich-Rechtlicher Mikro-Dschungel: Baerbock in Begleitung von vier Gebühren-Teams
Mit unserem Rundfunkbeitrag bezahlen wir als öffentlich-rechtliche Schicksalsgemeinschaft im ARD-Kosmos zehn professionelle Orchester, fünf professionelle Chöre und vier Big Bands. Oder wie es in einem Bericht des BR dazu heißt: „Eine europaweit einzigartige kulturelle Vielfalt.“ Ja natürlich ist das europaweit einmalig. Weil kein Staat auf diesem Kontinent auf die Idee kommen würde, Gebühren in diesem Ausmaß in Geigen zu stecken.
Wer es in diesem System bis nach ganz oben geschafft hat, wird dafür auch noch fürstlich entlohnt: Laut einer frischen Studie der Zeppelin Universität liegen die Gehälter der ARD- und ZDF-Führungskräfte bei 250.000 Euro im Mittelwert (Median). Das sind die anonymen Manager im Hintergrund. Jan Böhmermann kassiert laut Welt am Sonntag 682.000 Euro aus öffentlicher Hand, Markus Lanz 1,9 Millionen Euro, Oliver Welke 1,2 Millionen Euro.
ARD und ZDF leben im wahrsten Sinne des Wortes und in einer Selbstverständlichkeit über Gebühr, dass es in Zeiten von Inflation, Dauer-Krise und persönlichem Verzicht körperliche Schmerzen bereitet. Massagesessel und begrünte Senderchef-Wände waren nur möglich, weil die RBB-Chefin diese Gebühren-Orgie als angemessen empfunden hat.
„Hermetisch abgeschlossener Meinungskorridor“
Und das waren jetzt nur Punkte, bei denen sich jeder Hobby-Ökonom an den Kopf fasst. Die politische Dimension des Gebührenwahnsinns hat der DDR-Bürgerrechtler Arnold Vaatz (CDU) neulich im Gespräch mit meinem Kollegen Ralf Schuler perfekt auf dem Punkt gebracht: ARD und ZDF arbeiten „in einem hermetisch abgeschlossenen Meinungskorridor. Sie senden aus einer Blase heraus, die mit der Öffentlichkeit überhaupt nichts mehr zu tun hat“. Anstelle von Informationsvermittlung seien die Öffentlich-Rechtlichen „auf eine Erziehungsaufgabe umgeschwenkt“.
Der ganze Apparat gehört zusammen gedampft und restrukturiert. Und zwar kompromisslos. Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk weiter eine Daseinsberechtigung haben möchte, darf er keinen Cent MEHR bekommen, als es aktuell der Fall ist. Im Gegenteil. Gebühren runter, Strukturen aufbrechen, den Bürgern zeigen: Wir haben verstanden. Und nicht die Hand aufhalten für noch mehr Unsinn, den kein Mensch außerhalb der eigenen Blase sehen oder hören möchte.
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