Neue Alkoholstudie – wollt ihr uns jetzt alles verbieten?
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Eigentlich war es klar wie ein Doornkaat nach dem Essen: Alkohol ist doch nicht gesund. Auch dann nicht, wenn man nur ein Glas Rotwein am Tag trinkt. Aber diesmal kommt die Erkenntnis nicht von einer Spaßbremse wie unserem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Von dem weiß man ja, dass er nicht mal Salz zu sich nimmt.
Diesmal sind es Kanadier von der Universität Victoria, die uns alles verderben wollen. Alkohol sei auch dann nicht gesundheitsfördernd, wenn er in Maßen genossen wird.
Frühere Untersuchungen hatten wiederholt darauf hingedeutet, dass Menschen, die wenig Alkohol trinken, im Vergleich zu Abstinenzlern weniger anfällig für manche Krankheiten sind. Doch solche Ergebnisse seien nur dann zustande gekommen, wenn die Gruppe der Abstinenzler nicht gut abgegrenzt war oder aber weil die Probanden relativ alt waren, schreibt der Wissenschaftler Tim Stockwell im „Journal of Studies on Alkohol and Drugs“.
Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren
„Annahmen über gesundheitliche Vorteile von Alkohol beeinflussen die Schätzungen der globalen Krankheitslast und die Richtlinien zum Trinken erheblich“, behaupten die Studienautoren. Sie prüften nun, warum einige Studien dem mäßigen Konsum von Alkohol eine gesundheitsfördernde Wirkung zuschreiben, andere hingegen nicht. Als mäßigen Konsum nahmen sie eine Menge bis 25 Gramm Alkohol oder 0,6 Litern Bier mit fünf Prozent Alkohol. Moderater Alkoholgenuss soll Studien zufolge unter anderem vor bestimmten Formen von Herzinfarkt und Schlaganfällen sowie Diabetes Typ 2 schützen. Am Ende war es ein Abwägen, ob die bisherigen Testmethoden den modernsten Erkenntnissen standhalten. Also: Wie viele Probanden waren beteiligt, wie war die Altersstruktur, waren alle Fehlerquellen ausgeschlossen?

Ein Glas Wein steigert die Lebensqualität.
Eigentlich heißt dieses Ergebnis: Es gibt keinen Beweis, dass Alkohol gesünder macht. Aber es gibt auch keinen Beweis für das Gegenteil. Und wer sagt denn, dass die Menschen in Italien, Frankreich, Spanien Unrecht haben – ein Glas Rotwein gehört zum Essen und zum Leben – auch für die Kleineren, wenn meistens auch verdünnt.
Mein Kollege Philippe Fischer hat mir gerade eine schöne Geschichte erzählt: Seine Großmutter bewohnt seit zwei Jahren ein Altersheim in Lille im Norden Frankreichs. Für sie und ihre Mitbewohner ist es selbstverständlich, dass zum Mittag ein Bier und abends ein Glas Wein zum Essen gereicht wird. „Da habe ich wenigstens etwas mit Geschmack“, sagt sie. Und mein Kollege ist erleichtert, weil sie so jeden Tag genug Flüssigkeit einnimmt.
Wie schön, dass da in Lille keiner auf die Idee kommt, das Gläschen Rotwein am Tag zu verbieten, weil es angeblich neue medizinische Erkenntnisse gibt. In Frankreich gibt es dafür einen wunderbaren Ausdruck, der eigentlich aus der Arbeitswelt kommt. Es würde uns in Deutschland guttun, wenn wir ihn öfter gebrauchen würden: Laissez-faire, frei übersetzt: lass sie mal machen!
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