Rassentrennung und Millionenförderungen: Das ist die NGO, die will, dass Schwarze und Weiße getrennt schwimmen
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Unglaublich, aber wahr: Am Freitag wollte die NGO „Each One Teach One“, kurz EOTO, im temporär errichteten und mit 300.000 Euro Steuergeld finanzierten „Volksbad“ in Berlin-Mitte eine Schwimmveranstaltung abhalten, zu der nur schwarze Gäste zugelassen waren. Inzwischen wurde die Veranstaltung abgesagt. Doch wer steckt hinter der NGO, die Schwarze und Weiße beim Schwimmen voneinander trennen wollte?
Es ist im Europa des 21. Jahrhunderts kaum zu glauben: Am 14. August sollte im Berliner „Volksbad“ eine Veranstaltung stattfinden, bei der von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr ausschließlich Menschen mit schwarzer Hautfarbe schwimmen dürfen. Weiße hätten das Becken erst nach Ende der Veranstaltung und bis 20:00 Uhr nutzen können. Und das ausgerechnet in einem Schwimmbad, für das der Steuerzahler mit stolzen 300.000 Euro aufkommt.
Die Idee für das Bad stammt vom Intendanten der Berliner Volksbühne, Matthias Lilienthal. Er bezeichnete es als „das neue Wunder von Mitte“ und als Zeichen gegen den Verfall der Infrastruktur in der Hauptstadt sowie als urbane Intervention gegen Kommerzialisierung. Denn das kostenlose Bad sollte eigentlich allen offenstehen. Doch offenbar galt das nicht konsequent: Am Freitag wollte die NGO „Each One Teach One“, kurz EOTO, in dem „Volksbad“ ein Schwimmangebot veranstalten, das sich ausschließlich an Menschen aus der „afrikanischen Diaspora“ richten sollte. Nach NIUS-Berichterstattung wurde das Angebot des mit Millionen geförderten Vereins jedoch abgesagt.
Millionen Förderung und trotzdem wird um Spenden gebettelt
Zahlreiche linke Aktivisten und Politiker riefen infolgedessen dazu auf, EOTO durch Spenden zu unterstützen. Damit solle der vermeintliche Rassismus kompensiert werden, dem der Verein aufgrund der kritischen Berichterstattung über sein geplantes Schwimmangebot ausgesetzt gewesen sei. Auch der Grünen-Aktivist Suraj Mailitafi schloss sich dem Aufruf an und forderte von der CDU eine Spende an die NGO in Höhe von 131.200 Euro, nachdem eine Politikerin der Partei die Schwimmpläne von EOTO kritisiert hatte.

Will Spendengelder erzwingen: Der muslimische Aktivist Suraj Mailitafi.
Dabei erhält der Verein bereits seit Jahren hohe Summen an Steuergeld aus verschiedenen Ministerien, darunter vom Bundesfamilienministerium. Allein im vergangenen Jahr flossen 425.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ an EOTO. Für das Jahr 2026 sieht das Programm Förderungen in gleicher Höhe vor.

EOTO wird unter anderem vom Familienministerium gefördert.
Doch damit nicht genug: Anfang Mai eröffnete in Berlin-Wedding das sogenannte „Black Communities Center“, das gemeinsam von der linken Organisation ADEFRA – Schwarze Frauen in Deutschland und EOTO betrieben wird. Hier sollen sich „Schwarze Berlinerinnen“ untereinander vernetzen und an Ausstellungen oder Vorträgen teilnehmen können. Feierlich eröffnet wurde das Zentrum von Berlins Senatorin für Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe (SPD).

Berlins SPD-Senatorin für Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe (l.), mit Peggy Piesche, Expertin für „anti-schwarzem Rassismus“, und Lina Mitschke (r.), Geschäftsführerin von EOTO, bei der Eröffnung des „Black Communities Center“
Kostenpunkt des Zentrums: 10,5 Millionen Euro. Eine NIUS-Anfrage an die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (SenASGIVA), die von SPD-Senatorin Cansel Kiziltepe geführt wird, ergab: 3,65 Millionen Euro der Gesamtkosten stammen vom Land Berlin, weitere 5,2 Millionen Euro vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Kurz gesagt: 8,85 Millionen der insgesamt 10,5 Millionen Euro für das „Black Communities Center“ in Berlin stammen aus Steuergeldern. Also auch aus den abgeführten Steuern weißer Bürger, die an Veranstaltungen des „Black Communities Center“ nicht teilnehmen dürfen.
Wie sehr SPD-Senatorin Cansel Kiziltepe EOTO unterstützt, zeigt auch ein aktueller Instagram-Beitrag zur Debatte um das abgesagte Schwimmangebot. Darin spricht sie von einem falschen „Diskriminierungsvorwurf“ gegenüber EOTO und schreibt: „EOTO leistet seit Jahren wichtige Arbeit für die Schwarze Community in Berlin. Dass der Verein und insbesondere Kinder und Jugendliche nun durch eine aufgeheizte Kampagne mit Anfeindungen und Drohungen konfrontiert werden, ist völlig inakzeptabel.“
Zudem fordert die SPD-Senatorin, mehr „sichere Räume“ für Schwarze zu schaffen. Also noch mehr millionenschwere, mit Steuergeld finanzierte Zentren, die nur Schwarze besuchen dürfen?
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Tanzen, Tennis, Turnen – aber nicht für Weiße
Das Konzept „Wer mitmachen will, muss schwarz sein“ zieht sich durch das gesamte Angebot von EOTO. Unter dem Namen „EOTO Black Youth“ organisiert der Verein verschiedene Veranstaltungen für schwarze und afrikanische Kinder und Jugendliche, darunter Tennis-Workshops, die sich ausschließlich an „Black Kids“ richten.

Nur für „Black Kids“: Das Tennis-Angebot von EOTO
Auch zum Yoga, Fußballspielen oder Turnen lädt die NGO ein – allerdings sind auch hier nur Teilnehmer mit der richtigen Hautfarbe erwünscht.

Yoga nur für Schwarze. Ein Angebot von EOTO.
Unter dem Namen „Fridayz Hang-Out“, zu Deutsch etwa „Freitags-Rumhängen“, bietet die Organisation zudem freitags Veranstaltungen für 16- bis 27-Jährige an. Dort lernen bereits Jugendliche, dass es richtig sei, vor allem mit Angehörigen der eigenen ethnischen Gruppe Zeit zu verbringen.

Auf Instagram bewirbt EOTO das „Fridayz Hang-Out“.
Critical Race Theory als Fundament
EOTO wurde 2012 gegründet und eröffnete im März 2014 zunächst als Kiez-Bibliothek seine Türen. Auf seiner Website beschreibt sich EOTO selbst als „eine Community-basierte Bildungs- und Empowerment-Organisation sowie ein(nen) Ort des Lernens und der Begegnung für Menschen afrikanischer Herkunft“.
Weiter heißt es dort: „EOTO versteht sich als Verschmelzung von Kunst und Kultur, Politik, Bildung und Aktivismus“ und: „Hier treffen Alt auf Jung, Expertinnen auf Autodidakten, Grassroots-Aktivistinnen auf internationale Persönlichkeiten“. Warum ein Verein mit Steuergeldern gefördert wird, der Aktivismus ausdrücklich zu seinem Selbstverständnis zählt, bleibt dabei unklar.
Die NGO veröffentlicht regelmäßig Beiträge und Publikationen über vermeintlichen Anti-Schwarzen Rassismus. Der Begriff wird unter anderem im Kontext sogenannter intersektionaler Ansätze verwendet. Diese gehen davon aus, dass unterschiedliche Formen von Diskriminierung und Rassismus miteinander verflochten sind und sich gegenseitig verstärken können. In entsprechenden Konzepten wird Rassismus gegen Weiße hingegen grundsätzlich verneint.

Die linke Theorie des Intersektionalismus weist dabei auch Überschneidungen mit der „Critical Race Theory“, zu Deutsch „kritische Rassentheorie“, auf. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Rassenlehre aus dem 19. Jahrhundert, sondern um eine vor allem im linken politischen und akademischen Spektrum verbreitete Theorie, die in den USA der 1970er Jahre entstand. Eine ihrer zentralen Annahmen lautet, dass gesellschaftliche Strukturen bis heute von weißer Vorherrschaft geprägt seien. Auch EOTO folgt diesem Ansatz und verbreitet in verschiedenen Beiträgen das Narrativ einer vermeintlich fortbestehenden weißen Vorherrschaft.
Aus dem Denkkonstrukt der „Critical Race Theory“ entsteht so eine Art Kastensystem, in dem weiße Menschen grundsätzlich als privilegierte Unterdrücker und schwarze Menschen als benachteiligte Opfer betrachtet werden. Die Lösung für dieses vermeintliche Problem aus Sicht entsprechender Ansätze? Sogenannte „Empowerment“-Angebote, bei denen Schwarze Menschen unter sich bleiben, sich gegenseitig „stärken“ und sich „geschützt“ vor weißen Menschen austauschen können. Wie etwa im Schwimmbecken vor der Berliner Volksbühne.
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Joelle Rautenberg
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