Trotz 5 Milliarden Euro Steuer-Zuschuss: Dresdner TSMC-Fabrik will Ingenieure aus Taiwan einfliegen
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Spatenstich beim umstrittenen Giga-Steuergeschenk der Ampel-Regierung. Die Freude über 2000 millionenschwere Arbeitsplätze verfliegt jedoch, nachdem die Mutterfirma TSMC bereits angekündigt hat, Ingenieure aus Taiwan einfliegen zu wollen.
Baubeginn der mit 5 Milliarden Euro geförderten Mikrochip-Fabrik ESMC in Dresden – und die deutsche Politprominenz war dabei: unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU).

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) wird von Vertretern von TSMC begrüßt.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) wird von Vertretern von TSMC begrüßt.
Hier sollen ab 2027 Halbleiter für ganz Europa produziert werden. Und es sollen nach und nach 2000, mit je 2,5 Millionen Euro unterstützte, also sehr teure Arbeitsplätze entstehen. Die Mikrochipfabrik ist ein Gemeinschaftsprojekt des Marktführers TSMC aus Taiwan und der europäischen Hersteller Infineon, Bosch und NXP und soll insgesamt 10 Milliarden Euro kosten.
TSMC will Mitarbeiter „europaweit rekrutieren“, teils weltweit
Doch es gibt bereits große Zweifel daran, ob die millionenschweren Tech-Arbeitsplätze auch tatsächlich an Fachkräfte aus Deutschland vergeben werden. Firmenchef Christian Koitzsch will das Personal nämlich „europaweit rekrutieren“, teilweise auch weltweit.
Der Mutterkonzern TSMC sei groß und könnte zum Hochfahren der Fabrik auch Ingenieure aus Taiwan nach Sachsen schicken, sagte er laut Wirtschaft in Sachsen zur Sorge anderer sächsischer Techbetriebe vor Abwerbe-Offensiven. Das würde „entlastend für hiesige Firmen“ wirken.
Heißt also: Deutschland zahlt 5 Milliarden Euro Steuergelder für die Ansiedlung eines taiwanesischen Technologieunternehmens, das bereit ist, eigene Ingenieure aus Taiwan einzufliegen, um den hiesigen Arbeitsmarkt zu entlasten.
Dabei hatte der zuständige Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vor dem Spatenstich noch frohlockt: „Heute kommen wir voran bei neuen Arbeitsplätzen, neuer Industrie und technologischer Sicherheit für Deutschland und Europa.“ Habeck jubelte in seiner Video-Botschaft bei X, dass Deutschland von der EU erlaubt bekommen hat, die sogenannte Beihilfe auszahlen zu dürfen. Dass es sich um 5 Milliarden Euro handelt, erwähnte er nicht.
Auch behauptete Habeck, die TSMC würde dank der Beihilfe „noch mehr Geld hier“ investieren, was nicht stimmt. Das Unternehmen wird, ebenso wie die Bundesregierung, 5 Milliarden Euro in die Hand nehmen, um die Chip-Fabrik aufzubauen.
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