Wegen Bürokratie-Wahnsinn: Traditionsunternehmen Hoff & Söhne muss nach fast 100 Jahren schließen
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„Es läuft leider generell etwas sehr schief: Die Bürokratie ist für einen Handwerksbetrieb nicht mehr zu bewältigen; zumindest nicht, wenn man alle Gesetze, Verordnungen und Vorgaben berücksichtigen und vollständig einhalten möchte.“ Rumms! Das Bauunternehmen Hoff & Söhne schließt nach 100 Jahren den Familienbetrieb. Und: Die Erklärung hat es in sich!
In einem Schreiben, das das Unternehmen auf der Website veröffentlicht hat, legt die Richard Hoff & Söhne GmbH dar, wie deutscher Bürokratie-Wahnsinn die Unternehmer davor abschreckt, das Geschäft weiterzuführen. Die Gründe dafür liegen in den umfangreichen und komplexen bürokratischen Hürden, die das Unternehmen nicht länger bewältigen konnte. Der Betrieb aus Husum, der als Symbol handwerklicher Tradition und Qualität galt, steht nun vor dem Aus, was auf die steigende Bürokratiebelastung zurückzuführen ist.

Screenshot von der Firmen-Website.
Die Geschäftsleitung erklärte, dass die Umsetzung der Datenschutzverordnung, die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff)-konforme Installation der Geschäftsprozesse und die ordnungsgemäße Dokumentation der Arbeitszeiten zu einem untragbaren administrativen Aufwand geführt haben. Zudem waren sie gezwungen, ihren Auszubildenden mitzuteilen, dass eine Übernahme nach der Ausbildung unsicher sei, und eine Vielzahl von Sicherheitsunterweisungen und gesundheitlichen Präventionsmaßnahmen durchzuführen.
Politische Entscheidungsträger bleiben inaktiv
Darüber hinaus sah sich das Unternehmen mit einer Flut von Vorschriften und Verordnungen konfrontiert, die von der Anmeldung einer Telefonschleife bei der GEMA bis hin zu jährlichen Neuanträgen für Ausnahmegenehmigungen gemäß StVZO §70 reichten. Die widersprüchlichen Anforderungen verschiedener Behörden, die Notwendigkeit der Einhaltung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und die Komplexität des Steuerrechts trugen weiter zur Belastung bei.

Ein Brückenelement steht an einer Baustelle des dreispurigen Ausbaus der B5 zwischen Husum und Tönning. Firmen, die Straßenbau betreiben, haben in Deutschland mit Bürokratie zu kämpfen – wie das Beispiel Hoff & Söhne zeigt.
Trotz Bemühungen, die Problematik auf politischer Ebene anzusprechen, blieben diese ohne Erfolg. „Wir haben versucht die Problematik an die Politik auf Kreis-, Landes- und Bundesebene heranzutragen und bei verschiedenen Treffen Gespräche geführt. Ein Dank gilt hier der Kreishandwerkerschaft NF mit unserer Innung, dem Baugewerbeverband Schleswig-Holstein und dem Zentralverband des deutschen Baugewerbes“, heißt es in dem Schreiben.
Alle Versuche, eine Entbürokratisierung herbeizuführen, scheiterten, was letztendlich zur Entscheidung führte, den Betrieb zu schließen, der sich für Straßen- und Tiefbau vor allem in Norddeutschland verantwortlich zeigte. Diese Entwicklung markiert das Ende einer 99-jährigen Firmengeschichte.
Und: Die Schließung des Betriebs wirft ein Schlaglicht auf die wachsenden bürokratischen Herausforderungen, mit denen insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen konfrontiert sind. Experten warnen, dass dies ein Vorbote für ähnliche Entwicklungen in anderen Handwerksunternehmen sein könnte.
Mehr NIUS: Weniger Investitionen in Deutschland: „Die Bürokratie ist Wachstumshindernis Nummer eins“
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