Tod mit 36: Das kurze, traurige Leben von Hollywoodstar Hayden Panettiere
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Es gibt Hollywood-Todesnachrichten, die traurig sind. Und es gibt welche, die extra traurig sind. Die Meldung vom Tod des „Scream“-Stars Hayden Panettiere ist so eine. Denn die 36 Jahre, die die Schauspielerin auf der Welt verbrachte – einen Großteil davon im Rampenlicht – lesen sich wie eine Ansammlung trauriger Kapitel, unterbrochen von kleinen Hoffnungsschimmern.

Hayden Panettiere war zweimal für den Golden Globe nominiert
Am Sonntagmittag, so bestätigte ihr Vater Skip gegenüber ABC News, wurde Hayden Panettiere tot aufgefunden. Seitdem wird ihr 1,1 Millionen Follower starker Instagram-Kanal mit Beileidsbekundungen geflutet. Es sind Kollegen, aber auch Fans, die Abschied nehmen. Schon lange zeichnete sich ab, dass die 1,53 m kleine Frau mit riesigen inneren Dämonen kämpfte.
Natürlich wird über Suizid spekuliert. Laut Panettieres Pressesprecherin Kasey Kitchen ermittelt die Polizei. Die Behörde in Greenville, South Carolina, bestätigte, dass es am Sonntagmittag gegen 14 Uhr „in Begleitung von Rettungskräften“ zu einem Einsatz wegen einer „nicht ansprechbaren Frau“ gekommen sei. „Beim Eintreffen wurde medizinische Hilfe geleistet; die Person, die später als Hayden Panettiere identifiziert wurde, wurde jedoch noch am Einsatzort für tot erklärt“, so die Polizei. Laut Medienberichten soll es im Notruf kurz vor dem Tod um eine „Überdosis“ gegangen sein.
Es ist ein nüchternes Pressestatement für das traurige Ende einer jungen Frau. Wie allein muss sich Hayden Panettiere in ihren letzten Minuten gefühlt haben? Erst im Mai hatte sie ihre Autobiografie „This Is Me: A Reckoning“ veröffentlicht – und darin offen über Depression, Sucht, Bisexualität und das Leben als Kinderstar gesprochen. Es wirkte wie eine Reinigung, die, wie ihr ganzes Leben, vor den Augen der Welt ablief.
Ein Leben zwischen Ruhm und Schmerz
Panettiere ist ein Baby, noch nicht mal ein Jahr alt, da taucht sie in einem Werbespot auf. Mit fünf Jahren wird sie Soap-Star, gemanagt von ihrer Mutter Lesley. Mit 15, so schreibt sie in ihrer Biografie, versorgt ihr Team sie mit Pillen, um sie für öffentliche Auftritte aufzuputschen. Kindheit? Erlebt sie offenbar nicht.
Mit Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko bekommt sie 2014 Tochter Kaya – nach der komplizierten Schwangerschaft stürzt Hayden Panettiere in eine schwere postpartale Depression, die sie laut eigenen Aussagen mit Alkohol zu lindern versucht. 2018 trennen sich Panettiere und Klitschko, das Sorgerecht für die heute 11-Jährige überträgt Panettiere damals ihrem Ex, weil sie sich nicht in der Lage fühlt, sich um das Kind zu kümmern. Auch das ist die nüchterne Zusammenfassung eines Dramas.

Hayden Panettiere und Wladimir Klitschko lernten sich laut Presseberichten 2008 kennen und führten bis zur endgültigen Trennung 2018 eine On-Off-Beziehung
Immer wieder wechseln sich Schauspielerfolge wie für die Filmreihe „Scream“ und die Serien „Heroes“ und „Nashville“ mit Tiefschlägen ab. 2020 macht Panettiere einen Entzug, weil die Ärzte Alarm schlagen. 2023 stirbt ihr jüngerer Bruder überraschend. Von dem Schock wird sie sich nicht mehr erholen.
Dann vielleicht die letzten Glücksgefühle, als sie sich mit dem Schreiben ihrer Biografie den Kummer von der Seele zu schreiben schien: Panettieres Instagram-Account zeigt Bilder einer gelösten Frau auf Lesetour durch die Vereinigten Staaten.
Am 27. Juli dann der letzte Post: ein Schwarz-Weiß-Foto von Hayden Panettiere mit Podcaster Randall Slavin. Darunter: „Gute Zeiten und gute Freunde.“ Es klingt eigentlich positiv und ist doch das letzte Kapitel eines Hollywood-Lebens ohne Happy End.
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Melanie Grün
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