Welch eine Heldin! Leihmutter rettet Baby mit Herzfehler vor der Abtreibung
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Es ist eine Geschichte, die einem die Tränen in die Augen treibt. Sie handelt von einer Frau, die als Leihmutter Kinder für andere Paare auf die Welt bringt. Das ist in den USA erlaubt.
Für McKenna West, Krankenschwester aus Alaska, war es eigentlich nur ein Job: Vertrag als Leihmutter, gute Dotierung (sie ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern), alles vertraglich geregelt, auch die Pflicht zur Abtreibung, sollte das Kind krank sein.
Die Eltern verlangten einen Schwangerschaftsabbruch
Und genau das passierte. Bei einer Routineuntersuchung in der 20. Schwangerschaftswoche stellten Ärzte ein sogenanntes hypoplastisches Linksherzsyndrom fest. Das bedeutet: Seine linke Herzhälfte ist unterentwickelt – ohne Eingriff würde das Kind sterben. Drei Operationen nach der Geburt könnten das Kind retten. Doch die rechtlichen Eltern forderten die Leihmutter auf, die Schwangerschaft abzubrechen.
Die Ärzte in Alaska warnten laut New York Post: Der Eingriff sei aufgrund der fortgeschrittenen Schwangerschaft extrem risikoreich. Das Ehepaar aus Kalifornien forderte Leihmutter McKenna West daraufhin auf, für den gefährlichen Eingriff nach Seattle zu reisen, dort seien Ärzte eher bereit, Spätabtreibungen vorzunehmen. An einem kranken Kind hätten sie kein Interesse.
Genau in diesem Moment erwachte in McKenna West offenbar ein Gefühl, das es seit Anbeginn der Menschheit gibt und ohne das es unsere Spezies nicht geben würde – das Gefühl einer Mutter, das Baby in ihrem Bauch beschützen zu müssen.
„Ich wollte diesen kleinen Jungen beschützen“
West beschrieb in Gerichtsdokumenten: Sie sei entsetzt gewesen über die Vorstellung, dem Baby eine Injektion zu geben, um sein Herz zu stoppen. Sie erzählte in dem Podcast von der konservativen Kommentatorin Megyn Kelly: „Ich fühlte mich durch diesen Vertrag sehr in die Enge getrieben. Ich hatte das Gefühl, kein Mitspracherecht zu haben. Aber tief in meiner Seele und meinem Herzen wusste ich, dass ich diesen kleinen Jungen beschützen wollte.“
Doch ihr Leihmutterschaftsvertrag enthält eine Klausel, die einen Schwangerschaftsabbruch erlaubt. West bot sogar an, das Sorgerecht für das Baby zu übernehmen – und das aus Kalifornien stammende Ehepaar von allen finanziellen Verpflichtungen zu entbinden. Das Paar lehnte ab und drohte stattdessen mit einer 250.000-Dollar-Klage.
Das herzkranke Baby darf Texas nicht verlassen
Die Leihmutter reiste nach Texas. In dem konservativ geprägten Bundesstaat ist ungeborenes Leben stärker geschützt als in anderen Staaten. Diese Woche erließ ein Richter eine einstweilige Verfügung. Niemand darf die notwendige Versorgung des Kindes nach der Geburt verhindern. Das herzkranke Baby darf Texas nicht verlassen.
In dieser Woche ist der kleine Gabriel nun zur Welt gekommen. Die erste der notwendigen Operationen ist erfolgreich ausgeführt worden.
Aber, liebe Leser: Ich kann Sie aus diesem Artikel nicht entlassen, ohne das (vorläufige) Ende zu erzählen. Und wie ich eingangs sagte – es ist eine Geschichte, die einem die Tränen in die Augen treibt.
Nein, das Kind lebt. Und es hat gute Aussichten, gesund zu werden. Das ist es nicht. Aber die rechtlichen Eltern scheinen sich das Ganze nun anders überlegt zu haben (vielleicht, nachdem die Geschichte bekannt geworden war). Über ihren Anwalt teilten sie mit: „Das einzige Anliegen unserer Mandanten ist es, sicherzustellen, dass ihr Baby die medizinische Versorgung erhält, die es lebensnotwendig braucht, und dass sie als seine Eltern jeden kostbaren Moment mit ihm verbringen können.“
Als würde das noch nicht reichen, gibt es etwas, was diesen Leihmütter-Fall, der zum Mutter-Fall wurde, noch trauriger macht. McKenna West darf das Baby, für dessen Leben sie so gekämpft hat, nicht sehen, es nicht einmal in den Arm nehmen. Aber sie will kämpfen, sie will das alleinige Sorgerecht.
Mein gesunder Menschenverstand denkt nur eines – was für eine Heldin, diese Leihmutter, die in der Stunde der Not eine wahre Mutter wurde. Und hoffentlich darf sie es bleiben: für heute, morgen, für immer.
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