„Ich will, dass sie mich rausschmeißen“: Das sind die Forderungen von CDU-Rebell Prange
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CDU-Bürgermeister Bernd Prange spendete der AfD von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund 10.000 Euro – und rief zur Wahl der AfD auf. Er kündigte an, selbst auch die AfD zu wählen, und hofft, dass viele Konservative es ihm gleich tun. CDU-Politiker Prange möchte seine Partei aufrütteln – und verbindet einige Forderungen mit seiner Aktion.
Offenbar will Prange mit seiner wohlüberlegten Aktion auch seinen eigenen Rauswurf aus der Partei provozieren: „Ich will, dass sie mich rausschmeißen“, zitiert ihn der Focus. „Die CDU ist nicht mehr meine Heimat und Zukunft.“
NIUS dokumentiert seine wichtigsten Forderungen, die Prange in seinem offenen Brandbrief äußerte.
Merz-Sturz, CDU-Linkskurs stoppen und Ende der Brandmauer
Erstens: Er will den Sturz des Bundeskanzlers, dass „Friedrich Merz abgesetzt wird – als Symbol einer Führung, die den konservativen Kern der Union preisgibt.“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
Zweitens: Er will den Linkskurs der CDU stoppen. Prange schreibt, er erlebe eine Partei, „die sich Schritt für Schritt nach links bewegt, ihre Brandmauer zur AfD immer höher zieht und gleichzeitig eine Zusammenarbeit mit linken und linksradikalen Kräften akzeptiert oder sogar forciert“. Er habe „die berechtigte Sorge, dass Teile der CDU dieses Land und ihre eigene Partei an die Linken verraten und verkaufen“. Dagegen will er mit seiner Aktion aus Spende und Wahlaufruf ein Stoppzeichen setzen. Dafür müsse sich die Union von all jenen trennen, „die mit den Linken oder auch Grünen paktieren wollen – namentlich auch von Personen wie Sven Schulze“.
Drittens will er das Ende der Brandmauer: Er wünsche sich, dass die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt „so stark wird, dass sie alleine regieren kann“, so Prange weiter, „damit die CDU endlich aufwacht“. Wer die Brandmauer zur AfD verteidige, während er gleichzeitig nach links schiele, zerstöre die CDU als bürgerliche Volkspartei, so Prange. Er selbst erlebe seit Jahren, „wie demokratische Zusammenarbeit funktionieren kann. Die Kooperation mit der AfD-Fraktion ist gut und konstruktiv.“
Some qupotation
Donald Trump
Parteiausschlussverfahren angedroht
Der sachsen-anhaltische CDU-Generalsekretär Mario Karschunke kritisierte Prange scharf und drohte mit einem Parteiausschlussverfahren. „Wir nehmen die Berichterstattung um eine mögliche Spende eines CDU-Mitglieds aus dem CDU-Kreisverband Stendal sehr ernst“, sagte er dem Focus. Sollte sich der Vorgang bewahrheiten, stelle das einen sehr schwerwiegenden parteirechtlichen Vorgang dar.
Prange ist Fuhrunternehmer und seit 1992 CDU‑Mitglied. Seit 1999 gehört er dem Kreistag Stendal an und ist seit 32 Jahren Ortsbürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe.
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